Ein Laufstall ist ein abgegrenzter Platz, an dem ein Baby für kurze Zeit spielen kann. Er hilft etwa, wenn Eltern an der Tür etwas erledigen oder beim Kochen gerade nicht direkt neben dem Kind sein können. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, den Laufstall nur gelegentlich und für kurze Zeit zu nutzen. So bleibt dem Baby genug Platz, sich zu bewegen und seine Umgebung zu erkunden.
Ein Laufstall ist etwas anderes als eine Lauflernhilfe auf Rollen. Von solchen Gehfrei-Geräten rät die Gesundheitsaufklärung ab. Beim Laufstall kommt es darauf an, ein stabiles, passend aufgebautes Modell zu wählen und die Grenzen des Herstellers einzuhalten.
Wann ein Laufstall hilfreich ist
Ein Laufstall kann helfen, wenn eine erwachsene Person kurz nicht direkt auf das Baby aufpassen kann. Er sollte ein sicherer Spielplatz für kurze Zeit sein und nicht den Großteil des Tages genutzt werden. Sie empfiehlt den Laufstall nur gelegentlich und betont, dass Babys genug Gelegenheit brauchen, sich frei zu bewegen.
Manche Babys fühlen sich im Laufstall wohl, andere protestieren schnell. Eltern können das Kind herausnehmen, wenn es unruhig wird oder nicht mehr dort bleiben möchte. Eine feste tägliche Höchstdauer nennen die ausgewerteten Empfehlungen nicht. Auch ein einheitliches Alter, ab dem jedes Baby den Laufstall nutzen kann, gibt es nicht: Entscheidend sind die Entwicklung des Kindes sowie die Alters- und Gewichtsgrenzen in der Gebrauchsanleitung.
Darauf kommt es beim Kauf an
Das Laufgitter sollte stabil stehen und sich nicht von selbst zusammenklappen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nennt eine Umrandung von mindestens 60 Zentimetern Höhe und höchstens 6,5 Zentimeter Abstand zwischen den Stäben. Achten Sie außerdem darauf, dass alle Teile fest sitzen und das Baby weder mit den Fingern eingeklemmt noch mit Kopf, Hals oder Körper in einer Öffnung eingeschlossen werden kann.
Die DIN EN 12227:2010-12 beschreibt Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Laufgitter und klappbare Laufgitter im häuslichen Gebrauch für Kinder bis 15 Kilogramm. Die Norm deckt unter anderem Risiken durch Öffnungen und Klappmechanismen ab. Sie belegt jedoch nicht, dass jedes angebotene Produkt geprüft oder zertifiziert wurde. Bei einem Modell mit mehreren Funktionen, etwa als Laufstall und Reisebett, muss das Modell auch die Anforderungen erfüllen, die für die weitere Nutzung gelten.
Prüfen Sie vor dem Kauf und vor der ersten Nutzung die Herstellerangaben zu Alter, Gewicht und Aufbau. Bauen Sie das Laufgitter vollständig auf und verwenden Sie es nur mit dem vorgesehenen Boden. Sobald das Baby selbstständig sitzen kann, sollte der Boden laut DIN-Broschüre abgesenkt werden. Schnüre, Bänder und Schnullerketten gehören nicht in Reichweite; Spielzeug sollte sich nicht als Kletterhilfe eignen.
Spielen und Schlafen getrennt betrachten
Ein Laufstall schafft einen Platz zum Spielen, ist aber nicht automatisch ein geeignetes Babybett. Die Norm für Laufgitter bestätigt keine Eignung zum Schlafen. Prüfen Sie dafür die Angaben des Herstellers zur Schlafnutzung und beachten Sie die Empfehlungen für sicheren Babyschlaf.
Für den Schlaf empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Babys auf den Rücken zu legen und eine feste, ebene Matratze zu verwenden. Das Baby schläft möglichst im eigenen Bett im Elternschlafzimmer; lose oder weiche Gegenstände bleiben aus dem Schlafbereich. Auch ein mitgeliefertes Laufgitterpolster oder eine Matratze eignet sich nur dann für den Babyschlaf, wenn der Hersteller sie dafür vorsieht.

