Beikost ist feste Nahrung, die Babys zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsmilch bekommen. Zu Beginn kannst du Gemüse-Kartoffel-Brei, Milch-Getreide-Brei und Getreide-Obst-Brei selbst zubereiten. Die folgenden Rezepte orientieren sich an deutschen Empfehlungen und geben Mengen als Beispiele an. Wie viel ein Baby isst, hängt von seinem Alter und Appetit ab.

Üblicherweise beginnt die Beikost zwischen Anfang des fünften und Anfang des siebten Lebensmonats. Entscheidend ist auch, ob das Baby den Kopf sicher hält, mit Unterstützung aufrecht sitzen kann, Interesse am Essen zeigt und Nahrung nicht mehr automatisch mit der Zunge aus dem Mund schiebt. Das Baby kann weiterhin Muttermilch bekommen.

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Für eine Beispielportion brauchst du 100 g vorbereitetes Gemüse, 50 g geschälte Kartoffel und 30 g Fleisch. Dazu kommen 1,5 Esslöffel Fruchtsaft oder Fruchtpüree sowie 1 Esslöffel Öl. Als Gemüse eignen sich Möhren, Kürbis, Zucchini, Brokkoli oder Pastinake; dafür eignet sich Rapsöl.

Schneide Gemüse, Kartoffel und Fleisch klein und gare alles mit wenig Wasser etwa zehn Minuten. Püriere die Zutaten mit dem Saft oder reiche das Fruchtpüree dazu. Rühre das Öl anschließend unter. Der Brei liefert unter anderem Eisen. Statt Fleisch kannst du ein- bis zweimal pro Woche Fisch ohne Gräten verwenden.

Vegetarischer Gemüse-Kartoffel-Brei mit Hafer

Für die vegetarische Variante nimmst du 100 g Gemüse und 50 g Kartoffel. Dazu kommen 10 g Hafer-Vollkornflocken, 3,5 Esslöffel Fruchtsaft oder Fruchtpüree und 1 Esslöffel Öl. Koche Gemüse und Kartoffel mit wenig Wasser etwa zehn Minuten. Gib die Haferflocken dazu und püriere alles mit dem Saft. Das Fruchtpüree kannst du auch separat anbieten. Rühre das Öl zum Schluss ein.

Hafer oder Hirse liefern pflanzliches Eisen. Obst oder Fruchtsaft ergänzt die Mahlzeit; Milch gehört nicht in diesen Brei, weil sie die Eisenaufnahme beeinträchtigt. Bei vegetarischer Ernährung braucht die Eisenversorgung besondere Aufmerksamkeit.

Milch-Getreide-Brei

Für eine Beispielportion brauchst du 200 ml Milch und 20 g Getreideflocken oder Grieß. Dazu kommen 2 Esslöffel Fruchtsaft oder zerdrücktes beziehungsweise geriebenes Obst. Verrühre Getreideflocken mit kalter Milch. Grieß rührst du in kochende Milch ein. Koche den Brei unter Rühren oder lass ihn etwa drei Minuten quellen. Danach kommt das Obst dazu.

Getreide-Obst-Brei

Für diesen Brei brauchst du 90 ml Wasser und 20 g Getreideflocken oder Grieß. Dazu kommen 100 g zerdrücktes oder geriebenes Obst und 1 Teelöffel Öl. Koche das Getreide im Wasser etwa drei Minuten. Rühre zuerst das Obst und dann das Öl unter. Beim Getreide kannst du zwischen Hafer, Grieß, Weizen, Dinkel, Reis und Hirse wählen. Für den Obstanteil eignen sich etwa Apfel, Birne, Pfirsich und Aprikose.

Reihenfolge, Zutaten und Portionsgröße

Der Gemüse-Kartoffel-Brei ist ein gängiger erster vollständiger Brei. Milch-Getreide-Brei und Getreide-Obst-Brei können danach in unterschiedlicher Reihenfolge folgen. Die Beispielmengen sind keine festen Portionsgrößen. Passe die Menge an den Appetit des Babys an und biete verschiedene Gemüse- und Obstsorten an.

Verzichte auf zugesetztes Salz, Zucker und andere Süßungsmittel. Der Zucker im Obst zählt nicht als zugesetzter Zucker. Du kannst Brei selbst kochen oder geeignete Babynahrung aus dem Glas verwenden. Bei gekauften Produkten achte auf eine kurze Zutatenliste und darauf, dass kein Salz oder Zucker zugesetzt ist.

Zubereitung und Aufbewahrung

Wasche Hände, Schneidebrett und Küchenutensilien gründlich. Wenn du mehrere Portionen kochst, kühle sie zügig ab und friere sie portionsweise ein. Bei minus 18 Grad Celsius ist tiefgekühlter Brei bis zu zwei Monate haltbar.

Auch die Jodversorgung hängt von der Ernährung des Babys ab. Die Empfehlungen dazu unterscheiden zwischen gestillten Babys und Babys, die Säuglingsmilch erhalten. Lass dich von einer Kinderärztin, einem Kinderarzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft beraten, bevor du ein Nahrungsergänzungsmittel gibst. Bei Frühgeburt oder diagnostizierten Allergien sollten Rezepte und Beikost individuell besprochen werden. Das gilt ebenso bei Schluckproblemen oder anderen gesundheitlichen Besonderheiten.