Unabhängig vom Geschlecht sollte Babykleidung gut sitzen, Bewegungsfreiheit lassen und zum Wetter passen. Bei Farben, Mustern und Schnitten entscheidet der Geschmack. Für den Einkauf helfen vor allem die aktuellen Körpermaße des Babys und die Größentabelle der jeweiligen Marke.
Für den Anfang eignen sich Bodys, Hosen, Oberteile, Schlafkleidung und passende Schichten für draußen. Wie viele Teile du brauchst, hängt davon ab, wie oft du wäschst und welche Kleidung schon vorhanden ist.
Die passende Größe anhand der Körperlänge wählen
Die Größenangabe auf dem Etikett ist eine Orientierung. In der EU ist vorgeschrieben, die Faserzusammensetzung anzugeben, nicht aber die Konfektionsgröße. Darum sitzen Kleidungsstücke verschiedener Marken oft unterschiedlich.
Miss die Körperlänge des Babys und vergleiche sie mit der Größentabelle des Herstellers. Altersangaben auf Etiketten sind nur grobe Richtwerte. Eine Tabelle eines deutschen Händlers ordnet beispielsweise Größe 56 einer Körperlänge von 53 bis 59 Zentimetern zu. Diese Angabe gilt für dessen Größentabelle und ist keine allgemeingültige Norm. Wenn ein Kleidungsstück beim Anziehen spannt oder die Bewegungen einschränkt, passt es unabhängig von der Altersangabe nicht gut.
Auf Bewegungsfreiheit und sichere Details achten
Weiche, atmungsaktive Kleidung, die nicht einengt, eignet sich für den Alltag. Prüfe beim Kauf, ob sich Druckknöpfe oder Verschlüsse leicht öffnen lassen und ob das Kleidungsstück bequem über den Kopf geht. Bodys mit Druckknöpfen im Schritt erleichtern das Wickeln; Hosen mit elastischem Bund lassen sich unkompliziert an- und ausziehen.
Suche an Kapuzen und Kragen nach Kordeln und losen Bändern. Kontrolliere auch Säume und Bündchen darauf. Kordeln im Halsbereich können sich verfangen und eine Strangulationsgefahr darstellen. Das gilt auch für gebrauchte Kleidung. Entferne vorhandene Bänder, wenn sie sich sicher lösen lassen, und nutze Kleidungsstücke mit gefährlichen Kordeln nicht.
Materialetikett lesen und neue Kleidung waschen
Das Etikett zur Faserzusammensetzung zeigt, aus welchen Fasern ein Kleidungsstück besteht. Bei Textilien, die zu mindestens 80 Prozent aus Textilfasern bestehen, muss diese Zusammensetzung in der EU angegeben werden. Das Etikett verrät jedoch nicht alle Chemikalien, die bei der Herstellung oder Veredelung verwendet wurden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, neue Kleidung vor dem ersten Tragen zu waschen. Dadurch lassen sich manche Rückstände verringern, die nicht fest an der Faser gebunden sind. Eine Wäsche entfernt jedoch nicht zwangsläufig alle Stoffe. Kleidung, die sich leicht waschen und pflegen lässt, kann den Alltag vereinfachen; spezielle knitterarme oder wasserabweisende Ausrüstungen sind nur dann sinnvoll, wenn sie für den jeweiligen Einsatz gebraucht werden.
Kleidung an Wetter und Sonnenschutz anpassen
Bei warmem Wetter eignen sich leichte, locker sitzende Kleidungsstücke, die atmungsaktiv sind. Helle Kleidung reflektiert mehr Sonnenlicht und fühlt sich laut der Kinder- und Jugendgesundheitsinformation bei Hitze oft kühler an als dunkle. Babys und kleine Kinder sollten außerdem vor direkter, intensiver Sonne geschützt werden.
Für Kleidung mit ausgewiesenem UV-Schutz empfiehlt die Kinder- und Jugendgesundheitsinformation den UV-Standard 801 und einen UV-Schutzfaktor von mindestens 30. Je nach UV-Index und Hauttyp kann ein höherer Schutz nötig sein. Prüfe daher, ob das Kleidungsstück tatsächlich nach einem geeigneten Verfahren geprüft wurde. Ein heller Stoff allein ersetzt keinen ausgewiesenen UV-Schutz.
Gebrauchte Kleidung sorgfältig prüfen
Secondhand-Kleidung kann den Bedarf an neu produzierter Kleidung senken. Bereits gewaschene Teile enthalten zudem häufig weniger Rückstände aus der Herstellung. Das ist jedoch nicht für jeden einzelnen Artikel garantiert.
Prüfe gebrauchte Bodys, Hosen und Jacken auf die passende Größe und auf Löcher. Kontrolliere außerdem die Verschlüsse auf Schäden und achte auf lose Teile. Achte besonders auf Kordeln an Kapuzen, Bündchen und Säumen. Prüfe bei Nachhaltigkeitssiegeln, welche Kriterien das jeweilige Siegel tatsächlich abdeckt: Faserkennzeichnung und ökologische oder soziale Prüfzeichen sagen nicht dasselbe aus.




