Schwanger mit 50

Schwanger mit 50: Schwangerschaft statt Menopause

Manche Frauen, die über einsetzende Wechseljahrsbeschwerden klagen, stellen überraschend fest, dass sie tatsächlich schwanger sind. Schwanger mit 50 ist heute kein Tabuthema mehr und die Anzeichen einer Schwangerschaft und der beginnenden Wechseljahre sind tatsächlich leicht zu verwechseln: Monatszyklen werden unregelmäßiger, die Frauen leiden unter Schlafstörungen und haben Wadenkrämpfe und Stimmungsschwankungen.

Schwanger mit 50+ ist sehr selten

Schwangerschaft

Auch wenn die Medien gerne ausführlich und effektheischend über 50-jährige oder ältere Mütter berichten, sind diese Fälle doch insgesamt sehr selten. Laut dem Statistischen Bundesamt kamen im Jahr 2013 insgesamt 682.069 Kinder zur Welt, davon waren es gerade einmal 117 Kinder, deren Mütter bei ihrer Geburt 50 Jahre oder älter waren. In der Mehrheit dieser Fälle handelte es sich allerdings um das erste Kind der Frauen. Experten erklären sich dies so, dass Frauen in diesem Alter vermutlich nicht mehr mit einer Schwangerschaft rechnen und deshalb vielleicht nicht mehr so konsequent verhüten, wie sie es früher getan haben oder hätten. Tatsächlich können Frauen aber bis zur letzten Regelblutung, also bis zum Beginn der Menopause schwanger werden. Der Beginn der Menopause ist definiert als Zeitpunkt, an dem Frauen unter 50 Jahren seit zwei Jahren keine Regelblutung mehr hatten. Bei Frauen über 50 Jahren gilt ein Zeitraum von einem Jahr ohne Regelblutung als Beginn der Menopause.

Schwanger mit 50
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Auch wenn die Medien gerne ausführlich und effektheischend über 50-jährige oder ältere Mütter berichten, sind diese Fälle doch insgesamt sehr selten.

Risiken einer späten Schwangerschaft

Ärzte sprechen bei Frauen, die mit 50 Jahren schwanger werden, von einer absoluten Hochrisikoschwangerschaft. Konkret haben diese Frauen ein erheblich höheres Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft, die für das Kind (und auch für die Mutter) im schlimmsten Fall tödlich enden können. Hierzu gehören unter anderem Schwangerschaftsvergiftung (Gestose), Bluthochdruck, Ödeme, negative Veränderungen der Leberwerte, Schwangerschaftsdiabetes oder eine Unterversorgung des Embryos im Mutterleib. Um im Notfall schnell eingreifen zu können, werden Spätgebärenden mit einer so hohen Komplikationsrate engmaschige ärztliche Kontrollen und ein Kaiserschnitt, manchmal auch ein Beschäftigungsverbot empfohlen.

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