Kinderwunschbehandlung

Wann eine Kinderwunschbehandlung?

Versucht ein Paar seit einem Jahre ein Baby zu zeugen und gelingt dies nicht, gilt es medizinisch gesehen als steril und hat Anspruch auf eine Kinderwunschbehandlung. Viele Betroffene melden sich allerdings erst wesentlich später und haben durchschnittlich drei bis fünf Jahre hinter sich, in denen sie ausschließlich ungeschützten Geschlechtsverkehr vollzogen und dennoch ohne Nachwuchs blieben. Es kostet einiges an Überwindung sich in die Obhut eines Mediziners zu begeben und einzugestehen, dass man auf natürlichem Wege kein Kind zeugen kann. Scheuen Sie sich dennoch nicht, denn der Lohn für jene unangenehme Situation ist in vielen Fällen ein gesundes und aufgewecktes Baby. Sowohl der Frauenarzt wie auch der Urologe überweisen an die Kinderwunschklinik.

Vorbesprechungen und Untersuchungen

Kinderwunsch

Noch ehe die Kinderwunschbehandlung beginnen kann ist es notwendig, dass der Arzt genauestens über den Gesundheitszustand des Paares Bescheid weiß. Erkrankungen, Fehlstellungen, Behinderungen innerhalb der Familie, Erbkrankheiten und die aktuellen Blut- und Urinwerte werden überprüft. Ebenso müssen sich beide Partner einem Fruchtbarkeitstest unterziehen, der den Hormonstatus festlegt. Es wird kontrolliert ob die Frau überhaupt einen Eisprung hat und wie gut sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut. Eine Ultraschalluntersuchung klärt über die Funktionsfähigkeit der Samenleitern auf und blickt in die Hoden des Mannes. Rund 30 Prozent aller Patientinnen sind ohne es zu merken in einer vorgezogenen Menopause. Bei ihnen helfen Hormonspritzen dabei, die Aktivität der Geschlechtsorgane wieder anzukurbeln.

Kinderwunschbehandlung
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Sowohl Frauenarzt als auch Urologe überweisen an die Kinderwunschklinik.

Nach der Diagnose

Hat der behandelnde Mediziner den Grund für den ausbleibenden Nachwuchs gefunden, nimmt er die genauestens mit dem Paar besprochene Kinderwunschbehandlung vor. Diese kann aus einer Hormontherapie, einem operativen Eingriff zur Behebung der Verklebungen sowie aus einer Insemination bestehen. Weist das Paar eine kombinierte, sprich von beiden Seiten eingeschränkte Fruchtbarkeit vor, meint eine künstliche Befruchtung die bessere, weil weniger belastende Option. Dafür werden der Frau Eizellen entnommen und der Mann muss sein Sperma einem Laboranten aushändigen. Unter dem Mikroskop erfolgt dann die Befruchtung gleich mehrerer Follikel, die anschließend in den Uterus eingesetzt werden.

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