Karpaltunnelsyndrom Schwangerschaft

Auftreten des Karpaltunnelsyndroms bei Schwangeren

Kribbeln, Taubheitsgefühle oder gar starke Schmerzen in den Fingern, die teilweise auch in den Arm ausströmen, weisen auf das relativ häufige Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft hin. Eine Operation braucht nicht gleich in Erwägung gezogen werden. Die Symptome klingen nach der Schwangerschaft normalerweise schnell von selbst wieder ab.

Wie Schmerz und Taubheitsgefühle entstehen

Schwangerschaft

Frühzeichen beginnen meist ab dem fünften Schwangerschafts-Monat, wenn auch an Händen und Füssen vermehrt Schwellungen auftreten. Durch die hormonelle Lage kommt es zunehmend zu Wassereinlagerungen im Körper, dadurch wird das Bindegewebe immer weicher und lockerer, je näher der Geburtstermin rückt. Durch diese Wassereinlagerungen quillt das Gewebe des Karpaltunnels am Handgelenk auf und drückt auf den Medianus-Nerv, der für die Empfindungsfähigkeit vom Daumen bis zum Ringfinger zuständig ist. Die Folge sind Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen. Eisenmangel oder Diabetes können die Symptome noch verstärken.

Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft
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Anfangs hilft noch das Ausschütteln oder Reiben der Hand, um die Durchblutung wieder anzuregen.

Was fördert das Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft?

Einfache Tätigkeiten wie Fahrradfahren, schreiben, telefonieren oder das Bedienen des Computers können zunehmend Probleme machen. Auch berufliche Belastung des Handgelenks mit ständig gleichförmigen Bewegungsabläufen fördert das Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft. Schwangere, die mit angewinkelten Handgelenken schlafen, bekommen nachts verstärkt Taubheitsgefühle und Schmerzen.

Hilfe bei Karpaltunnelsyndrom

Alle Tätigkeiten, bei denen das Handgelenk immer wieder einige Zeit abgeknickt wird, verstärken die Beschwerden. Wenn möglich, sollten solche Arbeiten vermieden werden oder es sind genug Pausen einzulegen, um eine Überforderung zu vermeiden. Am Computer ist auf eine flache Auflage der Arme zu achten.

Anfangs hilft noch das Ausschütteln oder Reiben der Hand, um die Durchblutung wieder anzuregen. Dehnungs- und Finger-Übungen können sehr hilfreich sein. Wenn das nicht ausreicht, kann der Arzt eine Schiene zur Ruhigstellung des Handgelenkes oder des Armes verschreiben. Damit werden Schmerzen wirksam gelindert. Von einer Selbstmedikation, beispielsweise mit Vitaminpräparaten, ist abzuraten.

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