Ibuprofen Schwangerschaft

Dürfen Schwangere Ibuprofen nehmen?

Die Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen ist in der Schwangerschaft weitgehend unproblematisch, das gilt zumindest bis zur 28. Woche. Danach sollten Schwangere ein anderes Schmerzmittel bevorzugen, insbesondere Paracetamol empfiehlt sich.

Ibuprofen bis zur 28. Schwangerschaftswoche ungefährlich

Schwangerschaft

Wie bei allen Medikamenten müssen Schwangere bei Schmerzmitteln prüfen, ob diese sich negativ auf den Nachwuchs auswirken können. Eine allgemeingültige Aussage gibt es nicht, es hängt von der Art des Schmerzmittels ab. Von manchen Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure raten Mediziner in einer Schwangerschaft grundsätzlich ab, die gesundheitlichen Risiken liegen zu hoch. Bei Ibuprofen sehen Experten in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft dagegen keine Risiken.

Ibuprofen in der Schwangerschaft
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Wie bei allen Medikamenten müssen Schwangere bei Schmerzmitteln prüfen, ob diese sich negativ auf den Nachwuchs auswirken können.

Das ändert sich ab der 28. Woche. Im letzten Drittel der Schwangerschaft kann Ibuprofen bei Ungeborenen zu Nierenschäden führen. Zudem kann sich durch das Medikament ein lebensnotwendiges Gefäß des Ungeborenen in Herznähe verschließen, ebenso kann Ibuprofen ab diesem Zeitpunkt negative Auswirkungen auf den Kreislauf des Fötus haben. Schwangere sollten Ibuprofen deshalb unbedingt in der 28. Woche absetzen, vorsichtshalber können sie auch schon ab der 25. Woche oder 26. Woche darauf verzichten. Danach bietet sich als Alternative Paracetamol an, dieses Schmerzmittel können Frauen während der gesamten Dauer der Schwangerschaft einnehmen.

Ibuprofen in der Schwangerschaft kann bei leichten und mittleren Schmerzen und Entzündungen sowie Fieber wertvolle Dienste leisten. Das trifft zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen zu, die sich in schmerzhaften Gelenkentzündungen niederschlagen. Von einer Einnahme dieses Medikaments und anderer Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum ist aber dringend abzuraten. Bestenfalls kontaktieren Schwangere bereits vor der ersten Einnahme ihren Arzt, dieser kann wertvolle Tipps geben und mögliche Gefahren wie Gegenanzeigen erkennen. Spätestens aber bei einem anhaltenden Grund für die Einnahme sollten Frauen ihren Frauenarzt aufsuchen. Spezielle Informationen für Schwangere finden sich auch im Beipackzettel jedes Medikaments, Schwangere sollten diesen Abschnitt gründlich durchlesen. Wichtig ist auch, dass sich Frauen strikt an die Dosierungsanleitung halten.

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