Erziehungsmethoden

Erziehungsmethoden im Vergleich

Über die richtigen Erziehungsmethoden sind Experten immer wieder unterschiedlicher Meinung. Viele Eltern lassen bei der Erziehung ihrer Kinder die Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit mit einfließen. Dabei versuchen sie, die Fehler der eigenen Eltern zu vermeiden und die ihrer Meinung nach vorteilhaften Methoden zu übernehmen. Grundsätzlich wird zwischen drei Methoden unterschieden: Dem autoritären, dem antiautoritären und dem demokratischen Erziehungsstil. Allgemein gilt jedoch, dass eine Erziehungsmethode nur dann funktioniert, wenn beide Eltern sich einig sind.

Hilfreich ist es, wenn Paare gemeinsam einen Punkteplan aufstellen.

Kindererziehung

Der autokratische oder autoritäre Erziehungsstil gilt heute bei Experten als überholt und sehr unvorteilhaft. Kinder sollen bei dieser Methode in allen Punkten so leben, wie die Eltern es ihnen vorschreiben. Sie erhalten keine Möglichkeit, einen freien Willen zu entwickeln und sich eigene Meinungen zu bilden, die Rechte der Kinder werden völlig außer Acht gelassen. Befürworter dieser Erziehungsmethode betonen den Vorteil, dass autokratisch erzogene Kinder stets den Wünschen und Erwartungen ihrer Eltern entsprechen. Diese Kinder sind jedoch nachweislich bis ins Erwachsenenalter hinein unfähig, eigene Entscheidungen zu treffen oder sich gegen andere durchzusetzen. Sie leiden häufig unter einem geringen Selbstwertgefühl und werden zu Außenseitern.

Erziehungsmethoden
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Über die richtigen Erziehungsmethoden sind Experten immer wieder unterschiedlicher Meinung.

Vor- und Nachteile von Erziehungsstilen

Ob Antiautoritärer, flexibler und egalitärer Stil: Alle modernen Erziehungsmethoden haben ihre Vor- und Nachteile. Beim egalitären Erziehungsstil sind Eltern und Kinder gleichberechtigt. Jeder Konflikt, jede Angelegenheit wird ausdiskutiert und demokratisch abgestimmt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass Kinder früh lernen, sich ihre eigene Meinung zu bilden und das Gefühl erhalten, ernstgenommen zu werden. Doch sie fordern ihr Recht dann häufig auch bei schwerwiegenden Problemen ein. Gerade bei essenziellen Erziehungsfragen fällt es den Eltern dann schwer, ihre Kinder von der eigenen Meinung zu überzeugen.

Der antiautoritäre Erziehungsstil folgt der Auffassung, dass Kinder sich uneingeschränkt entwickeln und ihre eigenen Erfahrungen machen sollen. Sie lernen dabei, sich zu entfalten, erkennen eigene Möglichkeiten und bilden sich eigene Meinungen. Nachteilig wirkt sich jedoch aus, dass dieser Stil keinerlei Regeln und Grenzen kennt. Antiautoritär erzogene Kinder haben es deshalb schwer, sich in der Schule oder im Kindergarten einzugewöhnen. Da sie keine eigenen Grenzen kennen, erkennen sie auch die Grenzen ihrer Mitmenschen nicht an, womit sie bis ins Erwachsenenalter hinein Probleme haben können.

Viele Eltern entscheiden sich heute für den flexiblen Erziehungsstil. Hier steht das Kind mit seinen Entwicklungsmöglichkeiten im Vordergrund, doch es werden auch individuelle Grenzen und Regeln festgelegt. Die Erziehungsmethoden können sich dabei je nach Anlass und Situation unterscheiden. Je nach Schwere des Konflikts erziehen Eltern strenger oder legerer. Meist beziehen Eltern jedoch ihre Kinder in Absprachen mit ein, so dass deren Selbstwertgefühl gehoben wird.

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