Erziehungshilfe

Erziehungshilfen für Eltern

Massive Trotzphasen, Kinder, die zu Gewalttätigkeit neigen und eine Trennung des Elternpaares können die Inanspruchnahme einer Erziehungshilfe notwendig machen. Sie sollten sich nicht scheuen, sich unter die Arme greifen zu lassen, denn das Wohl eines Kindes genießt hierzulande oberste Priorität. Daher sind sämtliche staatliche Erziehungshilfen kostenfrei. Vom einfachen Beratungsgespräch bis hin zur Heimunterbringung ist alles flächendeckend geregelt. Es hält sich hartnäckig die Mär, dass Jugendämter einzig dazu da seien Eltern ihre Kinder wegzunehmen.

Das Gegenteil ist der Fall. In den Beratungsstellen ist man bemüht, Familien nach Kräften zu unterstützen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Probleme zu erkennen und sich hilfesuchend an die öffentlichen Einrichtungen zu wenden, spricht für Ihr Engagement als Mutter oder Vater und hat keine negativen Konsequenzen für Sie. Mit einer Anfrage untermauern die Erziehungsberechtigten, dass sie sich um das seelische und körperliche Wohl ihrer Sprösslinge sorgen.

Gespräche mit kompetenten Helfern

Kindererziehung

Eine Erziehungsberatung erhalten Familien in den rund 1000 Einrichtungen gleichen Namens, die in der Bundesrepublik existieren. Weil ein Rechtsanspruch auf Hilfe bei der Erziehung besteht und diese, falls gewünscht anonym gewährt werden muss, darf man sich auch telefonisch beraten lassen. Der für Ihre Heimatgemeinde oder Stadt zuständige Sozialdienst unterliegt der Schweigepflicht. Alles was in den Gesprächen thematisiert wird, hat vertraulich behandelt zu werden. Die staatlichen, katholischen, evangelischen oder von Wohlfahrtsverbänden organisierten Dienste bieten in regelmäßigen Abständen Informationsabende in der Schule oder im Kindergarten an. Hilfe für Alleinerziehende und Unterstützung im Falle einer Scheidung sind die am häufigsten in Anspruch genommen Beratungen. Alljährlich wenden sich rund 300.000 Familien an diese Erziehungshilfe. Die Sozialpädagogen haben viel Erfahrung und verstehen es einfühlsam auf die individuellen Fälle einzugehen.

Erziehungshilfe
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In den Beratungsstellen ist man bemüht, Familien nach Kräften zu unterstützen.

Weitere Hilfearten

Neben einer ausführlichen Beratung können Mütter, Väter und Kinder die Gelegenheit nutzen und an einer sozialen Gruppenarbeit teilnehmen. Dies bedeutet zwar den persönlichen Fall ein Stück weit öffentlich zu machen, doch konnten bei Entwicklungsproblematiken der kleinen Teilnehmer sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Die Gruppe gibt das Gefühl, nicht alleine mit Sorgen und Nöten zu sein und lässt den Meinungsaustausch mit anderen Betroffenen zu. Wer sich im Alltag mit den eigenen Kindern überfordert sieht, sollte einen Erziehungsbeistand beantragen. Die Helfer kommen in die Familien und versuchen zwischen den Protagonisten zu vermitteln, Tipps zu geben und in schwierigen Situationen, in denen es immer wieder zu Streit kommt, zu schlichten. Ihre Anwesenheit erfolgt ausschließlich auf bestreben der Erziehungsberechtigten, dass heißt ein Erziehungsbeistand wird nicht vom Jugendamt geschickt sondern kommt auf Wunsch der Familie.

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