Erkältung Baby

Lästige Erkältungen bei Babys

Weil Kinder bis zu einem Jahr noch hauptsächlich durch die Nase atmen, trifft jede Erkältung das Baby besonders hart. Die engen und kurzen Wege in den Nebenhöhlen schwellen rasch zu und fördern damit die Vermehrung der Viren und Bakterien. Den Krankheitserregern gefällt das warme Klima in Babys Atemwegen und so reproduzieren sie sich in rasender Geschwindigkeit. Auch wenn es Ihnen als Mama oder Papa in der Seele wehtut, Ihr Kind leiden zu sehen, bergen die Erkältungen in den ersten Lebensjahren einen positiven Nebeneffekt. Sie härten den Organismus des Babys ab und machen es im späteren Leben resistenter gegen gefährliche Erkrankungen.

Pro Erkältungssaison zehn bis zwölfmal mit kindlichem Schnupfen, Husten oder einer Mittelohrentzündung zu kämpfen, meint nichts Ungewöhnliches. Das Immunsystem ist noch nicht stark genug, um die Virenangriffe gekonnt abzuwehren, weil es anfänglich nur über 60 Prozent der eigentlichen Keim-Abtöter verfügt.

Stillkinder sind geschützter

Baby

Solange Sie Ihrem Kind die Brust geben, übertragen sich die mütterlichen Abwehrstoffe auf das kleine Immunsystem. Die Ernährung der Stillenden sollte deshalb vitamin- und ballaststoffreich gestaltet werden und viele Mineralien enthalten. Gerade während der Entwicklung in den ersten 6 Monaten kann dies von entscheidender Bedeutung sein. Denn je jünger man zum Zeitpunkt einer Erkältung bei Babys ist, desto gravierender fallen die Symptome tendenziell aus. Die Kleinen verweigern das Trinken, weinen lauthals ob der Schluckbeschwerden und Ohrenschmerzen und wirken mitunter apathisch. Ist eine Mutter gerade dabei den Säugling abzustillen und erkrankt er während dieser Zeit an einem schlimmen Infekt, sollte das Füttern nochmals auf Muttermilch umgestellt werden. Die Schutzmechanismen des weiblichen Körpers greifen bei einer Erkältung dem Baby unter die Arme und lassen es schneller gesund werden.

Erkältung beim Baby
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Fieber hilft dem Körper sich gegen Erreger zu behaupten.

Fiebrige Erkältungen

Fieber ist keine Erkrankung und hilft dem Körper sich gegen Erreger zu behaupten. Naht Babys erster Geburtstag und zeigt das Fieberthermometer 38 Grad an, brauchen Eltern nicht in Panik zu verfallen. Das kindliche Immunsystem arbeitet hart gegen die Bakterien und erhöht deshalb die Körpertemperatur. Viele Viren werden in einem zu warmen Umfeld bewegungsunfähig und sterben ab. Gut gelüftete Räume, in denen eine rund 50-prozentige Luftfeuchtigkeit herrscht machen dem Kind das Atmen leichter, viel Trinken hilft, die Krankheitsanzeichen zu mildern. Steigt das Fieber über 38,5 Grad, lohnt es sich auf ein bewährtes Hausmittel zurückzugreifen. Wadenwickel ziehen die Hitze aus dem Körper und tun gut. Wer anstatt lauwarmen Leitungswasser abgekochtes Essigwasser verwendet, agiert außerdem gezielt gegen Erkältungsviren.

Suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden, hohem Fieber, starkem Husten, auffälligem Schleimauswurf, Anzeichen für Schmerzen sowie anderen beunruhigenden Symptomen oder wenn Sie unsicher sind einen Arzt auf. Verabreichen Sie möglichst Medikamente auch nur in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt.

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