Blähungen Schwangerschaft

Blähungen in der Schwangerschaft

Dass Frauen unter Blähungen in der Schwangerschaft leiden ist leider nichts Ungewöhnliches. Die vermehrten Darmwinde entstehen hauptsächlich durch das Hormon Progesteron. Es wird vom Körper nun vermehrt produziert und sorgt dafür, dass sich das weiche Muskelgewebe in allen Teilen des Organismus entspannt. Für die Gebärmutter und die Entwicklung des Babys unerlässlich, hat jene Entspanntheit aber auch eine unangenehme Begleiterscheinung. Sie trägt die Schuld an der Trägheit des Magen-Darm-Trakts.

Jener funktioniert nicht mehr wie gewohnt und lässt Gase entstehen, die nicht auf geräuschlose Weise entweichen können. Weil Schwangere außerdem mit Heißhungerattacken zu kämpfen haben und diese bei der Nahrungsaufnahme zusätzliche Luft in den Körper befördern, sind Blähungen in der Schwangerschaft wie der zu niedriger Blutdruck ein lästiges aber tendenziell harmloses Übel. Erst wenn sie mit starken Krämpfen und Bauchschmerzen einhergehen, wird es notwendig den Haus- oder Frauenarzt zu konsultieren.

Wirksame Verhaltens- und Ernährungsregeln

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft haben sich Frauen vitamin-, ballaststoff- und mineralstoffreich zu ernähren. Dennoch gilt es abzuwägen, welche Lebensmittel mehr Nachteile als Vorteile versprechen. Rosenkohl, Artischocken, Pflaumen, Blumenkohl und Brokkoli enthalten allesamt den Zucker Raffinose. Jener regt die Produktion von Darmgasen überproportional an. Weil alle Gemüsevarianten aber gleichzeitig Vitaminbomben meinen, kann und darf auf sie nicht komplett verzichtet werden. Angehende Mütter sollten den Konsum jedoch einschränken und auf andere gesunde Nahrungsmittel ausweichen. Auch Kartoffeln und Nudeln mehren die Blähungen in der Schwangerschaft, wohingegen Reis bedenkenlos verspeist werden kann. Seine Kohlehydrate wirken den Symptomen sogar entgegen. Genießen Sie Ihre Speisen und lassen Sie sich Zeit. Schlingendes Essverhalten fügt dem Körper noch mehr Luft zu und so sollte jeder Bissen ausdauernd zerkaut und langsam geschluckt werden. Auch empfiehlt es sich mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. Große Portionen überfordern den Magen.

Blähungen in der Schwangerschaft
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Kartoffeln und Nudeln mehren die Blähungen in der Schwangerschaft.

Kleine Helfer aus der Küche

Weil man Blähungen in der Schwangerschaft nicht verhindern kann, gehen Frauen bestenfalls gezielt gegen sie vor. Die morgendliche Tasse Kaffee durch Kamillentee zu ersetzen hilft ebenso wie vor jeder Mahlzeit einen Löffel Weizenkleie zu verspeisen. Diese muss von den Enzymen im Darm nicht erst aufspalten werden, folge dessen entstehen auch keine Leibwinde. Dass Weizenkleie darüber hinaus viele Ballaststoffe enthält, spricht zusätzlich für ihren Verzehr. Wenn es Ihren Geschmack trifft, streuen Sie über jede Speise einige Kümmel-, Anis oder Fenchelfrüchte. Jene werden auch bei der Babynahrung gegen Blähungen verwandt. Sie beruhigen die Magenschleimhaut und regen gleichzeitig den Darm zu mehr Aktivität an. Die Gerichte nicht auf dem Stuhl lümmelnd sondern in aufrechter Körperhaltung zu genießen, hilft dem Magen sich in voller Größe auf die Speisen vorzubereiten. Zusammengekauert und von der Gebärmutter ohnehin seines Platzes beraubt, fördert er die Blähungen.

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