Baden in der Schwangerschaft

Schwanger ein Bad nehmen?

Gerade an kalten Wintertagen ist das Baden in der Schwangerschaft für viele Frauen eine verlockende Option. Das warme Wasser entspannt und die Düfte schmeicheln den Sinnen. Doch gilt es für zukünftige Mamas mehrere Dinge zu beachten. Das Badewasser sollte keinesfalls zu heiß sein. Die warme Flüssigkeit regt die Durchblutung im gesamten Körper an.

Also auch im Uterus. Am Anfang der Schwangerschaft, beispielsweise in der 8. Woche kann sich dadurch die Gebärmutterschleimhaut abzulösen beginnen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Abgang. Sind Sie bereits in der 32. Woche und nehmen Sie in einer überhitzten Badewanne Platz, öffnet sich unter Umständen der Muttermund zu frühzeitig. Die wehenbegünstigende Wirkung der Wanne wird zwar bei vielen Geburten ausgenutzt, doch ist das Kind noch nicht vollständig entwickelt, birgt sie große Risiken. Auch wenn der Schwangeren der Sinn nach ein wenig Wärme steht, gilt es zu lange und zu heiße Bäder dringend zu meiden.

Vorbereitung auf die Geburt

Schwangerschaft

Ist die Niederkunft innerhalb der termingerechten Tage nicht erfolgt und liegt der errechnete Geburtstermin bereits zwei Wochen zurück, kann das Baden in der Schwangerschaft eine unterstützende Maßnahme für eine baldige Geburt sein. Legen Sie sich für 20 Minuten in die Fluten und versuchen Sie dabei Ihrem Unterleib größtmöglichste Entspannung zu bieten. Hören die Wehen auch nach der Badewanne nicht auf, muss ins Krankenhaus gefahren werden. Eine CTG-Untersuchung wird klären, ob die Geburt kurz bevorsteht. Ist dies der Fall, darf sich die Schwangere zwischen verschiedenen Varianten der Niederkunft entscheiden. Eine Wannengeburt entspannt das Gewebe und beugt gegebenenfalls dem höchst unangenehmen Dammriss vor. Benötigen viele Frauen während der Presswehen Schmerzmittel, liegt der Bedarf bei Wannengeburten deutlich unter dem Durchschnitt. Der Grund dafür ist die wohltuende, harmonisierende Wirkung des Wassers.

Baden in der Schwangerschaft
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Doch gilt es für zukünftige Mamas mehrere Dinge zu beachten.

Schwanger zum Baden gehen

Die Erstausstattung für das Sommerbaby bereist zu Hause, sehnt sich so manche Frau nach Abkühlung. Prinzipiell spricht nichts gegen einen Besuch im Freibad. Besteht allerdings die Neigung, sich leicht mit Pilzen und Bakterien zu infizieren oder hatte die Schwangere gar schon mit Streptokokken zu kämpfen, muss das Chlorwasser gemieden werden. Wer sich dennoch in die Fluten stürzen möchte, fährt lieber an den nächsten Badesee. Das wogende Wasser entspannt die Muskulatur und verschafft Frauen, die unter einer starken Gewichtszunahme zu leiden haben Erleichterung. Dennoch gilt es auf die Wasserqualität zu achten und nur an kontrollierten und auch subjektiv sauberen Stränden zu baden. Auf Thermalbadbesuche haben Sie allerdings zu verzichten. Die Erdwärme erhöht die Infektionsgefahr. Dichtgedrängt in einem kleinen Whirlpool zu sitzen ist nichts für baldige Mütter.

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