Babyernährung

Stillen und Ernährung

In den ersten Lebensmonaten ist die Muttermilch unübertrefflich die beste Nahrung für das Baby. Sie beinhaltet wichtige Abwehrstoffe und Vitamine, welche für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung sind. Oftmals bevorzugen Mütter jedoch das Füttern mit dem Fläschchen, sei es zum Beispiel aufgrund beruflicher Belastung oder körperlichen Problemen. Auch Flaschenkinder entwickeln sich meist prächtig und erhalten genügend Vitamine mit der Flaschennahrung, entwickeln jedoch häufig ein etwas anderes Essverhalten, als Stillkinder.

Babynahrung & Stillen

Ab dem vierten Monat können dem Baby bereits erste Breie angeboten werden, wenn Sie als Eltern der Meinung sind, Ihr Nachwuchs findet Geschmack daran. Auch hier ist die Produktpalette der Supermärkte riesig und eigentlich kann man als Eltern kaum etwas falsch machen. Auf jedem Gläschen und jeder Packung finden sich Informationen, wie empfohlenes Alter, tägliche Menge und Inhaltstoffe.

Babyernährung: Stillen
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In den ersten Lebensmonaten ist die Muttermilch unübertrefflich die beste Nahrung für das Baby.

Ernährung beim Stillen

Muttermilch hat von sich aus bereits alle wichtigen Inhaltsstoffe, die voll auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt sind und seine Entwicklung fördern, dennoch kann die frisch gebackene Mutter einiges dazu beitragen, dass der Milch ausreichend gesunde Nährstoffe zugeführt werden, indem sie sich selbst besonders gesund und vielseitig ernährt.

Stillende Mütter benötigen zirka 500 bis 600 Kalorien mehr am Tag, als noch vor der Schwangerschaft. Dabei sollte täglich viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, sowie Getreide und Kartoffeln. Solche Produkte sind reich an Kohlenhydraten und Vitaminen, die auch in die Muttermilch wandern. Auf zu viel Fett und Süßigkeiten sollte verzichtet werden, denn was in zu hohen Maßen für die Frau ungesund ist, ist auch für das Baby nicht unbedingt von Vorteil. Natürlich ist der Verzehr von Genussmitteln, wie Nikotin, Alkohol und Kaffee, nicht wirklich zu empfehlen. Ansonsten kann Frau eigentlich alles essen, was sie auch sonst gerne isst. Wichtig ist ein regelmäßiges und abwechslungsreiches Essen. Bei einigen Babys ist zu beobachten, dass sie eine gewisse Abneigung beim Milchtrinken zeigen. Dies kommt vor, wenn die Mutter zum Beispiel viel Knoblauch oder scharf gewürzte Speisen zu sich genommen hat. Sollten Eltern dies häufig beobachten und das Kind zu wenig Milch zu sich nehmen, ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam. Es können nämlich auch andere Ursachen dafür verantwortlich sein, wie eine Allergie oder Probleme beim Saugen. Vorerst kann die Mutter aber versuchen ihre eigenen Essgewohnheiten umzustellen.

Probleme beim Stillen

Nicht jede Mutter empfindet das Stillen als angenehm oder hat aufgrund des stressigen Berufes ausreichend Zeit dafür. Da stillende Mütter ein hohes Maß an Geduld aufbringen und sich mit viel Hingabe dem Stillen widmen sollten, ist es in diesem Fall ratsam, den Nachwuchs mit der Flasche großzuziehen. Dies ist zwar vielleicht etwas teurer, aber das Kind muss erstens weniger gefüttert werden und zweitens hat auch der Partner die Möglichkeit, sich dieser Prozedur anzunehmen und die Mutter so zu entlasten. Die vielen Meinungen darüber, dass Flaschenkinder sich schlechter entwickeln, konnten nicht bestätigt werden. Zwar ist Muttermilch das gesündeste Nahrungsmittel in den ersten sechs Monaten, aber auch die Inhaltsstoffe industrieller Nahrung sind den Bedürfnissen der Säuglinge gut angepasst und sorgen dafür, dass das Kind sich gesund und ausreichend ernährt. Frauen sollten daher kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihren Nachwuchs nicht unbedingt an die Brust legen möchten oder können.

Babybrei selber machen
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Babybrei selber machen

Melli zeigt in ihrem Video, wie sie Babybrei selbst kocht und erklärt, wie sie die Beikost eingeführt hat.

Für viele Mütter ist das Stillen mit Schmerzen verbunden. Sie haben wunde Brustwarzen und die Brust spannt. Einige Mütter finden beim Füttern keine gemütliche Haltung und können nicht wirklich entspannen. Dies wirkt sich auf das Baby aus, welches sofort merkt, wenn seine Mutter sich unwohl fühlt. Auch Probleme beim Anlegen des Kindes oder ein häufig auftretender Milchstau können Grund dafür sein, dass eine Mutter sich dafür entscheidet, ihren Nachwuchs mit der Flasche zu füttern.

Ernährung des Babys

Kinderärzte raten, dass Baby mindestens bis zum sechsten Monat voll zu stillen. Einige Mütter stillen ihr Baby sogar bis zum 12. Monat, andere bevorzugen vorher schon das Fläschchen. Milch ist im ersten Lebensjahr das optimale Nahrungsmittel mit vielen Abwehrstoffen und Vitaminen. Sie sollte also nie auf dem Speiseplan des Babys fehlen, auch wenn man es mittlerweile schon mit Beikost füttert.

Ab dem vierten Lebensmonat können Kinder einen ersten Brei bekommen. Hier empfiehlt sich Karottenbrei und Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Diese enthalten gesunde Inhaltsstoffe und schmecken den Kindern meist besonders gut. Da sie noch nicht gut schlucken können, ist es sehr wichtig, die Kinder langsam an den Brei heranzuführen. Finden sie Geschmack daran, kann hin und wieder ein Gläschen geöffnet werden.

Ende des fünften Monats können Eltern mit Milch-Getreide-Brei beginnen. Er enthält viele Proteine und Calcium, was das Wachstum des Kindes fördert und die Knochen des kleinen Körpers optimal stärkt.

Ab dem sechsten Monat ist Getreide-Obst-Brei zu empfehlen. Er regt die Verdauung an und beinhaltet viele Vitamine und Mineralstoffe.

Beikost ist in den ersten Lebensmonaten jedoch nicht unbedingt nötig und nicht jedes Baby findet Geschmack daran. Auch ein Stück Banane oder ein Kinderkeks dürfen dem Nachwuchs kurz vor dem ersten Geburtstag angeboten werden. Da sich erste Zähnchen entwickeln und Babys gerne auf Dingen rumkauen, sind ein Stück Banane oder andere altersgerechte Nahrungsmittel sicherlich besonders delikat.

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