Baby Schnupfen

Babyschnupfen: Babys erste Erkältung richtig behandeln

Irgendwann bekommt jedes Baby Schnupfen. Die "erste" Erkältung kann Eltern ganz schön verunsichern. Babys im ersten Lebensjahr atmen ausschließlich durch die Nase. Die Nasengänge sind noch eng und schon ein klein wenig mehr an Nasensekret erschwert die Atmung. Das Baby weint und leidet, Schlafen und Stillen beziehungsweise Füttern werden zur Qual.

Was ist in dieser Situation zu tun? Eltern sollten zunächst Ruhe bewahren.

Sofort zum Arzt?

Baby

In der Regel verläuft ein Schnupfen recht harmlos und klingt nach ein paar Tagen von selbst ab. Dennoch gibt es Situationen, bei denen das Baby unbedingt zum Arzt sollte. Dazu gehören hohes Fieber von über 38,5 °C, starke Atemprobleme, Husten, Ohrenschmerzen und anhaltende Trinkverweigerung. Kann das Schlimmste ausgeschlossen werden, gibt es verschiedene Hausmittel und sanft wirkende Medikamente, die Eltern anwenden können, um die Symptome des Schnupfens zu lindern.

Das Baby hat Schnupfen
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In der Regel dauert eine Erkältung beim Baby zwischen 2 und 10 Tagen.

Schlaf, Ruhe und Pflege

Um die Atmung zu erleichtern, empfiehlt es sich den Oberkörper des Kindes erhöht zu legen. Ein schmales Kissen unter der Matratze ist bereits hilfreich. Größere Anstrengungen sollten vermieden werden. Der kleine Körper braucht Ruhe, wenngleich von Durchschlafen in diesem Zustand sicher keine Rede sein kann. Es ist grundsätzlich wichtig, dass das Baby trotz Schnupfen ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bis zum 6. Monat etwa genügt häufigeres Stillen. Älteren Kindern sollte aufgrund des erhöhten Flüssigkeitsbedarfs zusätzlich Wasser oder Tee angeboten werden. Um die Heilung zu unterstützen, ist ein gutes Raumklima unerlässlich, wobei die ideale Raumtemperatur 16-18 °C beträgt. Das Babyzimmer sollte gut gelüftet werden. Damit Babys empfindliche Schleimhäute nicht austrocknen, sollte die Raumluft entsprechend befeuchtet werden. Hat ein Baby Schnupfen, benötigt es generell eine Extraportion Pflege. Der sensiblen Haut rund um das zarte, gerötete Näschen helfen Feuchtigkeitscremes oder Heilsalben.

Sanfte Medizin für kleine Schnupfennasen

Bei einer akut verstopften Nase helfen Nasentropfen speziell für Säuglinge, diese sind entsprechend niedrig dosiert. Sie beschleunigen das Abschwellen der Nasenschleimhäute. Lösungen auf Kochsalzbasis wirken, wenn das Baby Schnupfen hat, ebenfalls unterstützend. Ist die Nase komplett zu, kann ein Nasensauger benutzt werden, um das Nasensekret zu entfernen. Auf keinen Fall sollten Kleinkindern Medikamente verabreicht werden, die für Erwachsene gedacht sind. Auch ätherische Öle können bei Kindern zu teils gefährlichen Reaktionen führen, ebenso sind Mittel aus der Homöopathie nicht grundsätzlich geeignet und dürfen nicht ohne Rücksprache mit einem Schulmediziner angewendet werden.

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